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Samstag | 24 | Juni | 18:00

Von Wölfen & Bäumen

Naturkundliche Lesung mit Zora del Buono und Petra Ahne

Nach jahrhundertelanger Vertreibung und Ausrottung halten Wölfe heute wieder Einzug in die deutschen Wälder. Dem bernsteinäugigen Wanderer hat die Journalistin Petra Ahne nun ein Portrait gewidmet. Feinfühlig und klug erzählt sie darin die facettenreiche Natur- und Kulturgeschichte des Wolfes. Sie räumt mit Vorurteilen und Nichtwissen auf, aber auch mit romantischen Vorstellungen und Sehnsüchten. Zora del Buono bereiste für ihr Buch »Das Leben der Mächtigen« die ältesten Bäume der Welt und ging mit Staunen den Geschichten nach, die sich um diese ranken. In ihren Fotografien und Beschreibungen portraitiert sie die majestätischen Persönlichkeiten in ihrem historischen Kontext und zeigt dem Leser dadurch, was uns die Natur nicht zuletzt auch über den Menschen verrät. Auf dem Musikfest Spielberg stellen die Autorinnen erstmals gemeinsam ihre Portraits vor.

Petra Ahne, geboren 1971 in München, studierte Komparatistik, Kunstgeschichte und Publizistik in Berlin und London. Sie ist Redakteurin der Seite 3 bei der Berliner Zeitung.

Die Schweizerin Zora del Buono, geboren 1962, lebt seit 1987 in Berlin. Nach ihrem Architekturstudium arbeitete sie mehrere Jahre als Architektin und Bauleiterin, bevor sie mit dem Schreiben begann. Sie ist Gründungsmitglied der Zeitschrift mare und seit 2008 freie Autorin. Zuletzt veröffentlichte sie beim C. H. Beck Verlag ihren Campus-Roman “Hinter Büschen, an eine Hauswand gelehnt”. Mit ihrem Buch über Bäume erfüllt sie sich einen lang gehegten Traum.

In Zusammenarbeit mit dem Verlag Matthes & Seitz, Berlin.

Künstler

Petra Ahne Rezitation

Zora del Buono Rezitation

Programm

Zora del Buono: Das Leben der Mächtigen

Wenn Bäume sprechen könnten, was würden sie uns erzählen? Zora del Buono hat sich zu den ältesten Bäumen Europas und Nordamerikas aufgemacht, um den Geschichten dieser ungewöhnlichen, zum Teil Abertausende von Jahren alten Lebewesen zu lauschen. So besucht sie die Eibe Ankerwycke Yew, unter der Anne Boleyn erstmals ihrem späteren Ehegatten und Henker Henry VIII. begegnete, bewundert in Berlin die Dicke Marie, die den Humboldt-Brüdern einst als Spielplatz und Goethe als Schattenspender diente, bevor sie Hermann Göring zum Naturschutzdenkmal erkor und durchwandert im Schneesturm ein schwedisches Hochmoor, um den mit 9 500 Jahren ältesten Baum der Welt zu sehen, der so rührend klein und mager aussieht wie ein vergessener Weihnachtsbaum. Auf ihren Reisen trifft sie Indianer, Förster und Baumpfleger – und einen Klassenkameraden jener drogensüchtigen Frau, die eine 3 600 Jahre alte Sumpfzypresse niederbrannte. Mit viel Sinn für menschliche Abgründe und dendrologische Geheimnisse erzählt Zora del Buono die weit verzweigten Geschichten, die sich um die majestätischen Persönlichkeiten ranken – und lässt uns auch in ihren Baumfotografien an ihrer Faszination für die stummen Zeugen der Menschheit teilhaben.

Pressestimmen

»Clever, witzig und auf vielfältige Art lehrreich. Intelligente Unterhaltung vom Feinsten!«
Hans Durrer, BR Diwan, November 2015

»Zora del Buono vermenschlicht den Baum nicht, sie vermeidet alles animistische Denken, das Fichten, Arven und Linden Geist und Seele gibt. Ihr Blick auf die Natur ist poetisch.«
Kirstin Martins, Across Cultures, November 2015

»Ein Buch über Bäume, wie es schöner nicht sein könnte. Zora del Buono hat ein wahres Schmuckstück entworfen. Ein Reisebuch über die wahren Könner dieser Welt.»
Judith und Saskia, im gegenteil!, November 2015.

»Die Stärke des Buches liegt in der Einbindung der Bäume in ihren historischen Kontext.«
Joachim Ringleb, IFB, November 2015

»Es ist das pure Vergnügen, Zora del Buono auf ihren Reisen zu 15 markanten „Individuen“ – so ihre Formulierung – zubegleiten. Dass sie auch einmal ein Ziel nicht erreicht, macht ihre Tournee umso authentischer.«
Martin Oehlen, Kölner Stadtanzeiger, Dezember 2015

»Begegnung mit Bäumen: Die Ents gibt es wirklich.«
Wieland Freund, Die Welt, Dezember 2015

»Ein lehrreiches und pfiffig geschriebenes Buch, das einem allenthalben ein staunendes «Wow» entlockt. Allen grossen und kleineren Baumriesen wird man in Zukunft mit Ehrfurcht begegnen.«
– Karin Salm, SRF, Februar 2016

Petra Ahne: Wölfe

Der Wolf ist zurück in unseren Breiten, und mit ihm und jedem gerissenen Schaf kehrt auch eine unbändige Urangst zurück, die ein Dickicht aus Vorurteilen, Aberglauben und Nichtwissen nährt: Die Furcht vor dem vermeintlich blutrünstigen Räuber, der im Rudel Menschenkinder zu Tode hetzt und Großmütter verspeist, hat sich über Jahrhunderte zu einer Obsession ausgewachsen, die einst zu seiner gnadenlosen Bejagung und Ausrottung führte. Doch stets weckte der Wolf auch die Sehnsüchte romantisch veranlagter Zeitgenossen und freiheitsliebender Außenseiter, die ihn mit seiner sprichwörtlichen, aber fantasierten ›Einsamkeit‹ zum Seelenverwandten erwählen. In ihrem klugen und feinfühligen Tierportrait nimmt Petra Ahne die kultur- und naturgeschichtliche Fährte des bernsteinäugigen Wanderers auf, durchstreift die Motivgeschichte von Rotkäppchen bis zum Werwolf, erkundet die ambivalente Beziehung zu seinem domestizierten Nachfahren, dem Hund, und sucht nach seinen Spuren in der heutigen Lausitz, wo Mensch und Wolf zusammenleben. Vorläufig. Denn die Frage nach dem Wolf ist die immer drängendere Frage danach, wie viel Natur und Wildnis der Mensch zu ertragen bereit ist.

Pressestimmen

»Petra Ahne hat ein lehrreiches, ein kluges, ja auch ein sinnliches Buch geschrieben, das fantastisch ergänzt wird von großartigen Zeichnungen, den farbigen Wolfsportäts von Falk Nordmann. Mit den Wölfen ist in dieser Reihe ein weiteres Schmuckstück entstanden, ein Buch das wenn man es aufschlägt, einen ganz eigentümlichen Reiz entfaltet und uns ein Tier näherbringt, das wir alle zu kennen glauben, von dem wir aber eigentlich wenig wissen.«
– Katja Oskamp, MDR

»Petra Ahne hat dem Wolf in uns ins grünlich-feurige Auge geblickt. Herausgekommen ist nicht so sehr eine Natur-, sondern eine Kultur- und Vorstellungsgeschichte, welche suggestive Rolle dieses Raubtier in der Fantasie spielt. […] Jeder wird nach der Lektüre dieses Buchs eines haben vor dem Überlebenskünstler Wolf: größten Respekt.«
– Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung

»Die Kunst der Erzählung vom realen Wolf besteht darin, nicht in Erzähllust zu  versinken, sondern sachlich Informationen vom Tier zu konkretisieren, was Petra Ahne in einer Form gelingt, die ihr kleines Buch zum Ereignis macht.«
– Cord Riechelmann, FAZ

 

»Petra Ahne entwirft in ihrem Buch ein komplexes Bild vom Wolf, mit aktuellen zoologischen Erkenntnissen und tiefen kulturpsychologischen Einsichten. Geschmückt mit alten Stichen und Gemälden, wolfsgrau gebunden und wunderschön: ein Lesegenuss.«
 Deutschlandradio Kultur

»Das kundige Sachbuch der Berliner Autorin Petra Ahne streift mit vielen Zeichnungen durch die Kultur- und Forschungsgeschichte der Raubtiere. Zum Heulen gut.«
– Stern

Details

Date:
Samstag | 24 | Juni
Time:
18:00
Eintritt:
12€
Zusatzinformationen:

Öffnung Abendkasse: 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Einlass: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn

Veranstalter

Adresse:
Musikfest-Konzertbüro
Schlossallee 3
91183 Abenberg-Dürrenmungenau
Phone:
09873 976 98 98
Fax:
09873 976 98 99
Email:
Homepage Veranstalter:
http://www.musikfestonline.de

Veranstaltungsort

Gasthof Gentner, Sudhaus
Spielberg 1
Gnotzheim, 91728
+ Google Karte
Phone:
0 98 33 - 98 89 30
Website:
www.gasthof-gentner.de